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buch1

 

Noch nie hat jemand bei Rolf Torring vergebens um Hilfe angeklopft. Der Maharadscha von Mysore macht da auch keine Ausnahme.

 

Die Einladung, die er Rolf Torring zukommen läßt, ist eigentlich ein fadenscheiniger Vorwand, unter dem er sich Hilfe in einer Not erhofft, die ihm, schwergeprüftem Familienvater und auf duckmäuserige Weise arg in die Enge getriebenem Fürsten, zum Verhängnis zu werden droht.

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„Allmählich fingen die Bajaderen an, sich zurückzuziehen und sich zu ihren psalmodierenden Kolleginnen am Rande der Freilichtbühne zu gesellen. Bis auf eine, die auf der Bühne blieb und ein faszinierendes Ballett vorzutragen begann.

Ihre Schönheit ließ der dunkelgrüne Kinkob-Schleier nur vermuten. Diese seidenen, mit Goldfäden durchwirkten Dinger werden nur in Benares hergestellt. Die nach ihnen herrschende Nachfrage ist unglaublich groß.

Stürmischer, langanhaltender Applaus quittierte die Darbietung. Nachdem sich die noch immer begeistert Beifall klatschenden Zuschauer von ihren Sitzen erhoben hatten, standen auch der Maharadscha und Maharani Vandana auf. Prinz Galahud und Prinzessin Londa beeilten sich, es ihren Eltern nachzumachen.

Daraufhin sollte die Bajadere, wie es die althergebrachte Sitte vorschrieb, ihr Gesicht enthüllen.

Drei hauchdünne Musselinschleier flatterten hintereinan­der herunter, und als sich der Vierte von dem deutlich hübschen Gesicht löste, leuchteten unvermittelt drei geschickt getarnte elektrische Scheinwerfer auf. Die überdimensionalen Lichtfinger nagelten die sich anmutig Verneigende an die Bühnenbretter.

Als sie sich wieder aufrichtete und schelmisch lächelnd die Zuschauer anblinzelte, verstummten die Ovationen und der Applaus schlagartig, und für Sekunden brach Totenstille in den Garten ein.“